Als Erik Skramstad Olsen 2020 die Rolle des Verantwortlichen für HSE (Arbeitssicherheit, Gesundheit, Umwelt) und Compliance bei Mestergruppen übernahm, kristallisierte sich eine zentrale Frage sehr schnell heraus: Wie lässt sich ein gemeinsames Verständnis von Mitarbeiterengagement in einer grossen, heterogenen Organisation schaffen – mit Tausenden Beschäftigten in Filialen, Produktionsstätten, Logistikzentren und auf Baustellen?
„Eine meiner ersten Aufgaben war es, ein System zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit zu finden“, erinnert sich Erik. „Mestergruppen ist ein Konzern mit rund 1.500 Mitarbeitenden. Wenn wir das bestmögliche Arbeitsumfeld schaffen wollen, brauchen wir belastbare Einblicke darin, wie es den Menschen tatsächlich geht.“
Engagiertere Mitarbeitende leisten mehr. Produktivität, Kundenzufriedenheit, wirtschaftliche Resultate – alles verbessert sich.
Mestergruppen ist breit aufgestellt und vereint Marken wie XL-Bygg, Bolist, Colorama und Happy Homes sowie Bauunternehmen, Hausbauaktivitäten und Logistik. Entsprechend arbeiten hier sowohl Angestellte im Büro als auch gewerbliche Mitarbeitende in sehr unterschiedlichen Kontexten. Gerade diese Vielfalt macht eine einheitliche Vorgehensweise beim Thema Engagement anspruchsvoll.
Von Insellösungen zu einer konzernweiten Plattform
Vor 2020 gab es bei Mestergruppen keine zentrale Methode, um Engagement konzernweit zu messen.
„Es war ziemlich fragmentiert“, sagt Erik. „Einzelne Bereiche hatten unterschiedliche Tools getestet, aber es fehlte an einer abgestimmten, konsistenten Lösung für die gesamte Gruppe. Wir brauchten ein System, das für alle Mitarbeitenden funktioniert – nicht nur für diejenigen am Schreibtisch.“
Diese Anforderung prägte die Auswahl der Plattform entscheidend.
„Bei der Bandbreite der Rollen war Benutzerfreundlichkeit ausschlaggebend“, erklärt er. „Es musste für alle leicht zugänglich sein – ob am Smartphone, Tablet oder PC. Die einfache Nutzung stand an erster Stelle.“
Nach Prüfung mehrerer Optionen entschied sich Mestergruppen für Eletive und schloss Ende 2020 eine Vereinbarung ab.
Reibungslose Einführung – und verlässliche Unterstützung
Mestergruppen startete mit einem Pilotprojekt im norwegischen Retail-Bereich, zu dem XL-Bygg und Byggtorget gehören.
„Das lief sehr reibungslos“, so Erik. „Zu Beginn hatten wir noch keine Integration in das HR-System, daher haben wir Mitarbeitende manuell importiert. Trotzdem hat es gut funktioniert.“
Heute sorgt eine API-Integration zwischen CatalystOne und Eletive dafür, dass Mitarbeiterdaten automatisch aktuell gehalten werden – und der administrative Aufwand deutlich sinkt.
„Diese Integration hat eine enorme Menge manueller Arbeit eliminiert“, sagt er. „Wenn man zeitweise nahe an 2.000 Beschäftigten ist, macht das einen gewaltigen Unterschied.“
Erik hebt zudem die Qualität des Supports von Eletive während des gesamten Prozesses hervor.
Schrittweise Ausweitung im gesamten Unternehmen
Mestergruppen begann mit jährlichen Befragungen, stellte später auf zwei Erhebungen pro Jahr um und wechselte anschliessend zu Pulsbefragungen. Diese liefern heute kontinuierliche Einblicke in Trends und Entwicklungen beim Engagement.
Im Laufe der Zeit wurden nahezu alle Bestandteile des Eletive Professional Package eingeführt, darunter:
„Das Kommentarfeld ist aktuell mein Lieblingsfeature“, sagt Erik. „Man gewinnt sehr viel mehr Verständnis, wenn Mitarbeitende ihre Antworten erläutern können. Und mit immer mehr Kommentaren werden die KI-Zusammenfassungen besonders spannend.“
Von der Messung zur wirksamen Umsetzung: Engagement steigt messbar
Messung allein verändert nichts. Bei Mestergruppen entstand die Verbesserung vor allem dadurch, dass Erkenntnisse konsequent in Massnahmen übersetzt wurden – und Daten als Ausgangspunkt für Dialog, Führungsentscheidungen und konkrete Nachverfolgung auf allen Ebenen dienen.
Seit der Einführung von Engagement-Befragungen mit Eletive kann Mestergruppen Trends über Zeit beobachten, Risiken früh erkennen und Ressourcen gezielt dort einsetzen, wo die Wirkung am grössten ist.
„Unser Gesamt-Engagement-Score ist seit den Pulsbefragungen von 3,6 auf 3,9 gestiegen“, berichtet Erik. „Die 4,0-Marke haben wir noch nicht ganz überschritten, aber das ist ein sehr ermutigender Trend – gerade in einer so grossen, komplexen Organisation.“
Besonders sichtbar wird der Effekt jedoch häufig auf lokaler Ebene – dort, wo Führungskräfte die Ergebnisse als Entwicklungsinstrument nutzen und nicht als Bericht, der abgelegt wird.
„Ein Bereich lag bei 3,3“, erklärt Erik. „Wir haben die Führungskraft eng begleitet und sind in Teammeetings gegangen, um die Ergebnisse gemeinsam zu bearbeiten. Heute liegt dieser Bereich stabil bei 4,2. Das ist eine deutliche Transformation.“
Für Erik verdeutlicht das einen entscheidenden Punkt: Tools bewirken Veränderung nicht allein – Menschen tun es.
„Welches System man auch nutzt: Es funktioniert nur, wenn Führungskräfte sich mit den Ergebnissen auseinandersetzen und Mitarbeitende Mitverantwortung für das Arbeitsumfeld übernehmen. Eletive unterstützt genau diese Gespräche.“
Ein besonders wertvolles Ergebnis ist ein kultureller Wandel in der Verantwortungswahrnehmung: Engagement wird nicht mehr als etwas verstanden, das „für“ Mitarbeitende gemacht wird, sondern als etwas, das „mit“ ihnen gestaltet wird.
Führungskräfte befähigen: Ressourcen, Struktur und praxisnahe Begleitung
Damit Führungskräfte sicher mit Engagement-Daten arbeiten können, hat Mestergruppen eine umfangreiche interne Wissensbasis in SharePoint aufgebaut – unter anderem mit:
Einer eigenen Seite zu Mitarbeiterbefragungen
Technischen FAQs
Einer norwegischen Version des Manager Handbooks
Tipps und Best Practices
Massgeschneiderten Präsentationen
Internen Erfolgsgeschichten mit Beispielen für kulturelle Turnarounds
Erik und das HR-Team treffen sich regelmässig mit Führungskräften, um durch die Plattform zu führen und bei der Interpretation der Ergebnisse zu unterstützen.
„Das ist der Teil, der uns besonders Freude macht“, sagt er. „Das System übernimmt die Administration. So können wir uns auf sinnvolle Unterstützung für Führungskräfte und Teams konzentrieren.“
Engagement als Treiber von Geschäftsergebnissen
Bei Mestergruppen wird Engagement nicht als „weiche“ Kennzahl oder isolierte HR-Initiative betrachtet. Es gilt als Frühindikator für die Gesundheit des Unternehmens – mit unmittelbarem Einfluss auf Leistung, Produktivität und nachhaltige Ergebnisse.
Deshalb endet die Analyse nicht bei Survey-Scores. Engagement-Daten werden aktiv mit operativen und finanziellen Kennzahlen verknüpft, um zu verstehen, warum einzelne Einheiten besser abschneiden – und wo kulturelle Stärken oder Risiken die Performance beeinflussen.
„Wir betrachten Engagement-Scores im Vergleich zu finanziellen Ergebnissen“, erklärt Erik. „Einheiten mit einem starken Arbeitsumfeld liefern häufig auch bessere wirtschaftliche Resultate. Die Korrelation ist immer vorhanden.“
Auch in der Kundenperspektive zeigt sich ein ähnliches Bild. Durch die Verbindung von Engagement-Daten mit Kundenkennzahlen identifizierte Mestergruppen ein klares Muster: Motivierte, unterstützte Mitarbeitende schaffen bessere Kundenerlebnisse.
„Wir messen den NPS, und Einheiten mit hoher Kundenzufriedenheit haben tendenziell auch hohes Engagement“, sagt Erik. „Das passt zusammen.“
Diese Erkenntnisse haben konzernweit eine einfache, aber wirkungsvolle Wahrheit gestärkt: Eine starke Kultur erzeugt starke Ergebnisse. Engagement ist nicht nur eine Frage der Stimmung – es beeinflusst, wie erfolgreich das Unternehmen arbeitet.
Empfehlungen für Organisationen, die gerade starten
Organisationen ohne strukturierten Engagement-Prozess gibt Erik einen klaren Rat:
„Wenn Sie heute noch kein System haben, hilft Ihnen eine Lösung wie Eletive, schnell gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen und Risiken sowie Potenziale gezielt zu identifizieren.“
Und der Effekt geht über HR hinaus:
„Engagiertere Mitarbeitende leisten mehr. Produktivität, Kundenzufriedenheit, wirtschaftliche Resultate – alles verbessert sich.“
Ausblick
Mit Onboarding- und Offboarding-Modulen, die in Kürze eingeführt werden sollen, und einer wachsenden Menge an Kommentaren, die KI-Insights speisen, entwickelt sich die Nutzung von Eletive bei Mestergruppen kontinuierlich weiter.
„Das wird noch mehr Kolleginnen und Kollegen aus HR einbinden“, sagt Erik. „Und je stärker wir unsere Prozesse verfeinern, desto wertvoller werden die Erkenntnisse.“
Eletive ist damit ein zentraler Baustein dafür, wie Mestergruppen Kultur misst, versteht und gezielt stärkt – über Länder, Marken und Teams hinweg. Ein verbindendes Tool, das einer vielfältigen Organisation hilft, in die gleiche Richtung zu arbeiten.